Spirituelles Wachstum: Die spirituelle Herausforderung der Modernen Zeiten

Veröffentlicht am 27. Nov, 2009 von Birgit in Spiritualität

In einer Welt, die sich über Gewalt, Geld und Einfluss definiert, spirituell zu wachsen, ist eine Herkules-Aufgabe. Moderne Annehmlichkeiten wie z. B. elektronische Anlagen, Geräte und Werkzeuge haben uns genauso wie Unterhaltung durch Fernsehen, Zeitschriften und das Web geneigt gestimmt, unsere Aufmerksamkeit hauptsächlich auf körperliche Bedürfnisse und Wünsche zu beschränken. Infolgedessen sind unsere Vorstellungen von Selbstwert und Selbstbedeutung verworren. Wie können wir ein Gleichgewicht zwischen materiellen und spirituellen Aspekten unseres Lebens herstellen?

Spirituell zu wachsen bedeutet, nach innen zu schauen.

Nach innen schauen, Introspektive, Verinnerlichung, geht weit hinaus über die Rückbesinnung auf die Dinge, die an einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat geschehen sind. Du musst näher untersuchen, genau hinsehen und über Gedanken, Gefühle, Überzeugungen und Beweggründe nachdenken. Regelmäßiges Untersuchen deiner Erfahrungen, regelmäßiges Ü-berprüfen deiner Entscheidungen, die du triffst, der Beziehungen, die du hast und der Dinge, für die du dich engagierst, um nützliche Einblicke auf deine Lebensziele zu liefern, auf die guten Eigenschaften, die du bewahren und auf die schlechten, die du ablegen musst. Und außerdem gibt es dir mitten in irgendeiner Situation Anhaltspunkte dafür, wie du handeln, reagieren und dich verhalten musst. Wie jede Fertigkeit kann Introspektive erlernt werden; alles, was dafür gebraucht wird, sind der
Mut und das Wollen, die Wahrheiten zu suchen, die in dir liegen. Hier sind einige Hinweise für dich, wenn du nach innen siehst: Sei objektiv; verhalte dich dir gegenüber verzeihend; verzeihe dir selbst und fokussiere dich auf deine zu verbessernden Bereiche.

Spirituell zu wachsen bedeutet, deine Potentiale weiterzuentwickeln.

Religion und Wissenschaft haben unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf den menschlichen Geist. Religion betrachtet Menschen als spirituelle Wesen, die für eine Zeit lang auf der Erde leben, während Wissenschaft den Geist als gerade mal eine Dimension eines Individuums definiert. Die Beherrschung des Selbst ist ein wiederkehrendes Thema, sowohl in christlichen (Westen) als auch in islamischen (Osten) Lehren. Die Bedürfnisse des Körpers werden wahrgenommen, aber den Bedürfnissen des Geistes untergeordnet. Glaube, Werte, Moral, Regeln, Erfahrungen und Gottes Werke liefern die Blaupause, den Entwurf, um das Wachstum des spirituellen Wesens zu gewährleisten. In der Psychologie bedeutet das Selbst zu aktivieren das Wahrnehmen seines vollen Potentials. Maslow bestimmte verschiedene menschliche Bedürfnisse: physiologisch- körperliche Bedürfnisse, Sicherheit, Zugehörigkeit, Wertschätzung, Achtung, kognitive und ästhetische Bedürfnisse, Selbst- Aktivierung und Selbst- Transzendenz. James kategorisierte bereits davor diese menschlichen Bedürfnisse als drei: materiell, emotional und spirituell. Sobald du die grundlegenden physiologischen und emotionalen Bedürfnisse befriedigt hast, kommen als nächstes die spirituellen oder existenziellen Bedürfnisse. Erfüllung eines jeden, also aller Bedürfnisse, führt zur völligen Entwicklung des Individuums. Vielleicht ist der Unterschied zwischen diesen beiden Religionen und Psychologie bezüglich des Endes der Selbst- Entwicklung zu sehen: Christentum und Islam sehen, dass Selbst- Entwicklung eine Möglichkeit ist, Gott zu dienen, während die psycho-logische Sichtweise die ist, dass Selbst-Entwicklung in sich selbst endet.

Spirituell zu wachsen bedeutet die Suche nach dem Sinn.

Religionen wie Christentum, Judentum und Islam, die an die Existenz eines einzigen Gottes glauben, setzen voraus, dass der Zweck des menschlichen Lebens darin besteht, dem Schöpfer aller Dinge zu dienen. Einige psychologische Theorien vermuten, dass wir selbst uns im Grunde den Sinn unseres Lebens geben. Ob wir glauben, dass der Sinn des Lebens vor- oder selbst- bestimmt ist, im Geiste zu wachsen bedeutet zu erkennen, dass wir nicht einfach nur so existie-ren. Wir kennen bei unserer Geburt den Sinn unseres Lebens nicht; aber wir gewinnen Wissen und Weisheit durch unsere Interaktionen mit Menschen und durch unsere Handlungen und Reaktionen auf Situationen, in denen wir uns befinden. Während wir diesen Sinn entdecken, gibt es bestimmte Annahmen und Wertigkeiten, die wir ablehnen und bestätigen. Unser Leben hat einen Sinn, eine Absicht. Diese Absicht verwendet all unsere physischen, emotionalen und intellektuellen Potentiale; sie hält uns in schwierigen Zeiten aufrecht und gibt uns etwas, auf das wir uns freuen können – - ein erreichbares Ziel, eine erreichbare Bestimmung. Ein Mensch ohne Sinn und Zweck ist wie ein auf dem Meer triftendes Schiff.

Spirituell zu wachsen bedeutet, Zusammenhänge zu erkennen.

Religionen betonen unsere Verwandtschaft mit allen Geschöpfen, allem Belebten und Unbeleb-ten. Daher bezeichnen wir andere Menschen als „Brüder und Schwestern“, sogar wenn es keine direkte Blutverwandtschaft gibt. Außerdem sprechen auf eine einzige Gottheit zentrierte Religio-nen wie Christentum und Islam von einer Verwandtschaft zwischen Menschen und einem Höheren Wesen. Andererseits legt Wissenschaft durch die Evolutionstheorie unsere Verbundenheit mit anderen lebendigen Dingen dar. Diese Verwandtschaft ist klar zu sehen im Konzept der Ökologie, der Interaktion zwischen lebendigen und nicht-lebendigen Dingen. In der Psychologie ist Verbundenheit eine Eigenschaft der Selbst- Transzendenz, (nach Maslow) das höchste menschliche Bedürfnis. Deine Verbundenheit mit allen Dingen zu erkennen, macht dich bescheidener und respektvoller gegenüber Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen in der Natur. Es veranlasst dich, alles um dich herum wertzuschätzen. Es bewegt dich dazu, über deinen Bequemlichkeitsbereich hinaus zu gehen und die Hand nach anderen Menschen auszustrecken und Verwalter aller anderen Dinge um dich herum zu werden.

Wachsen ist ein Prozess; daher ist im Geiste zu wachsen ein tagtäglicher Zusammenstoß, eine tagtägliche Begegnung. Wir gewinnen einige, wir verlieren einige, aber das Wichtige dabei ist, dass wir lernen; und durch diese Kenntnis wird weiteres Wachstum möglich.

Keine ähnlichen Beiträge gelistet

Email  Diesen Artikel per Email weiterempfehlen

Birgit Olzem - Energethikerin und Coach Über Birgit
Ich bin glücklich verheiratet und wir haben 5 gemeinsame wundervolle Kinder! Neben dem Dasein als Mutter arbeite ich seit 2005 als selbstständige Internetdienstleisterin. Ich trainiere Privatpersonen, Freiberufler und Einzelunternehmer, sowie Mitarbeiter kleiner mittelständischer Betriebe. Kernkompetenzen: Nutzung der neuen Medien im Beruf, Personenmarketing, Wordpress Training, Coach für berufliche Neuorientierung, Selbstfindung- und führung und Berufung erkennen und verwirklichen. In meiner Freizeit schreibe ich Bücher und Fachartikel.

Tags: , , , ,

Schreiben Sie eine Antwort